Aktuelles
Auf dieser Seite informieren wir Sie über Neuigkeiten und Aktuelles
aus dem Tierschutz, sowie aus unserer Arbeit und aus dem Vereinsleben.

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Bochum, 29.Oktober 2017

Um- und Neubau der Geflügelstation abgeschlossen.
Nach längerer Erneuerungsphase wurden die Arbeiten an der Hühnerstation von Tiere in Not e.V. Bochum beendet.
So entstand ein über 200 m² großer Fuchs und Raubvogel gesicherter Auslauf für die  Hühner und Gänse. Ein neues Gänsehaus und ein modernisierter Hühnerstall runden zusammen mit dem Gänseteich, das Angebot für die Tiere ab. Weiter steht den Tieren zusätzlich ein eingezäunter Auslauf von ca. 350 m², den sie tagsüber nutzen können, zur Verfügung.

Das neue Hühner- und Gänsegehege, links das neue Gänsehaus

Es entstand ein Hühner- und Gänseparadies, man kann den Tieren ansehen wie Wohl sie sich in ihrem neuen zuhause fühlen. Alles was das Hühnerherz begehrt ist vorhanden, vom einem Sand- und einem Lehmbad, über Scharrplätze, Laubberge und reichlich Unterholz bis zum großzügigen Plansch- und Wasserpool, alles vorhanden. Eben ein Paradies.

Hühner im freien Auslauf, links Gänse verwöhnen

Die Hühner und die Gänse, die Hunde, sowie die Esel und die Eichhörnchen sind nicht zum vermitteln, sie bleibe bei uns bis der Tod uns scheidet. Alle Tiere bis auf die Eichhörnchen kommen aus nicht so guter Haltung, werden hier gehegt und gepflegt, so entwickeln sie sich wieder tiergerecht und lebensfroh.

Eichhörnchenbaby, links: Die Esel schauen zu
Die Eichhörnchen werden, wenn sie unserer Pflege nicht mehr bedürfen wieder ausgewildert, können aber danach auch mal wieder vorbeischauen und sich die eine oder andere Nuss abholen. Der hauseigenen Haselnussplantage sei Dank.
Die Außenstelle von Tiere in Not e.V. befinden sich in Bochum-Süd auf einem 11.000 m² großem Gelände mit einem Wohngebäude, sowie verschiedene Stallungen, mehrere Freigehege, eine 8.000 m² große Weide, einen großen Gartenteich, ein Gewächshaus und verschiedene Gartenanlagen (Futteranpflanzungen).
Hier werden zurzeit 4 Esel, 30 Hühner, 3 Gänse, mehrere Schildkröten und mehrere Hunde betreut.
Die Außenstelle wird seit Jahren von Frau Viotto, in deren Eigentum sich das Anwesen befindet, ehrenamtlich geleitet.
Für ihre Arbeit wurde Frau Viotto 2011 mit dem Westfälischen Tierschutzpreis ausgezeichnet.

Wir suchen noch interessierte Ehrenamtliche-Helfer, die bei der Versorgung und Betreuung der Hühner und der Esel helfen möchten.
Mit den Eseln werden regelmäßige Spaziergänge an der Leine gemacht und sie wollen auch beschmust werden.
Wer Interesse hat kann sich in der Geschäftstelle, Telefon (0234) 950 822 92, melden.

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Bochum, 11.Oktober 2017
Westfälischer Tierschutzpreis 2017 verliehen
In einer Feierstunde wurde heute der
Westfälischer Tierschutzpreis 2017 in den Kategorien Förderpreis und Ehrenpreis,
von Gabi Schäfer, Bürgermeisterin der Stadt Bochum, verliehen.


In der Kategorie Förderpreis wurde Frau Angelika Tillmann-König ausgezeichnet.
In der Kategorie Ehrenpreis wurde Frau Sigrid Kipper ausgezeichnet.

von links: Sigrid Kipper, Gerhard Kipper, Gabi Schäfer und Angelika Tillmann-König                                                       Foto: Tiere in Not e.V.

Der Förderpreis
Der Vorstand und der Beirat des Tierschutzvereins „Tiere in Not e.V.“ hat Frau Angelika Tillmann-König,
Leiterin der sozial- und heilpädagogischen Einrichtung „MenschTierBegegnungshof Bochum“, zur Förder-Preisträgerin 2017 gewählt.
Die Verleihung wurde traditionell durch die 1. Bürgermeisterin der Stadt Bochum
Frau Gaby Schäfer am Mittwoch 11.10.2017 in einer kleinen Feierstunde auf dem Mensch Tier Begegnungshof vorgenommen.
Der „Mensch Tier Begegnungshof“ ist eine sozial- und heilpädagogische Einrichtung in Bochum.
Hier wird seit vielen Jahren die tiergestützte Therapie / Pädagogik mit unterschiedlichen Tieren von der Dipl. Heilpädagogin
Angelika Tillmann-König umgesetzt.
Das Hauptanliegen ist die sozial- und heilpädagogische Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderung, sowie die Betreuung verhaltensauffälliger Jugendlicher.
Auch die Generationen-übergreifende Arbeit von Jung und Alt wird hier mit Hilfe von Pflanzen und Tieren fördern. 
Auf dem Bauernhof können sich Menschen mit und ohne Behinderung, Jung und Alt begegnen und den „hautnahen” Umgang mit den Tieren erleben. 
Die tierischen Helfer bestehen aus Pferden, Eseln, Ziegen, Schafen, Schweinen, Meerschweinchen, Kaninchen, Hühnern, Enten, Hunden und Katzen.
Hier wurden und werden auch öfter Tierschutztiere, die z.B. vor dem Töten bewahrt wurden, aufgenommen und in die Arbeit eingebunden. 

Frau Tillmann-König
Der Hof liegt am Tippelsberg in Bochum-Grumme, drei Kilometer Luftlinie nördlich der Bochumer Innenstadt. 
Der Hof besteht aus zwei Wohnhäusern, einem großem Stallgebäude, einem Reitplatz, einem Bauerngarten und drei Weiden. 
Außerdem gibt es einen Bastelraum, einen Freizeitraum und eine Holz- und Kreativwerkstatt.
Weitere Informationen finden sie auf der Homepage der Einrichtung: www.mensch-tier-begegnungshof.de

Der Ehrenpreis
Der Vorstand und der Beirat des Tierschutzvereins „Tiere in Not e.V.“ hat Katzenmama Sigrid Kipper zur Ehren-Preisträgerin 2017 gewählt.
Traditionell wurde der Preis durch die 1. Bürgermeisterin der Stadt Bochum Frau Gaby Schäfer am Mittwoch 11.10.2017
in einer kleinen Feierstunde auf dem Mensch Tier Begegnungshof übergeben.

Die Auszeichnung erfolgte in Anerkennung der Verdienste um den Tierschutz und um die unermüdliche Arbeit im Verein. Besonders um die Jahrzehnte lange, liebevolle
Aufzucht von tausenden Katzenbabys .

Frau Kipper ist seit mehr als vier Jahrzehnten im Tierschutz tätig und zeichnete sich durch ihre besonders intensive Arbeit um die Aufzucht von Katzenbabys aus.
Unermüdlich rund um die Uhr sieben Tage die Woche werden die Katzenbabys betreut und versorgt, kranke werden hingebungsvoll gepflegt
und es werden viele Streichel- und Schmuseeinheiten verteilt. Jedes Katzenbaby ist ein Kind von ihr.

So sind im Laufe der Jahre tausende von Katzenbabys von ihr großgezogen und vermittelt worden.
Noch nie ist ein Katzenkind übrig geblieben, trotz ihrer sehr kritischen Vermittlung.
Nicht jeder hat eine Katze bekommen, wenn sie ihren strengen Anforderungen nicht entsprachen gab es keine.
Seit der Vereinsgründung werden auch die Katzen- und Krankenstationen von ihr betreut. Seit 2006 ist sie zweite Vorsitzende des
Tierschutzvereins Tiere in Not e.V. Bochum und leitet sehr erfolgreich die Geschicke des Vereins mit.

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Bochum, im Jahre 2017

Notfallausweis für das Haustier

Liebe Tierfreunde, Es ist bekannt, dass die Zahl der Single-Haushalte steigt, viele Alleinstehende haben tierische Lebensgefährten.
Diese befinden sich oft zu Hause, wenn Frauchen oder Herrchen arbeiten sind.
Was aber passiert, wenn der Tierhalter unterwegs so gravierend verunfallt,
dass er nicht mehr auf die notwendige Versorgung seiner Haustiere aufmerksam machen kann.



Obwohl oft Freunde oder Bekannte Bescheid wissen, kann es im Ernstfall bereits zu spät sein bis diese von dem Unglück Kenntnis erlangen.
Dritte, auch Tierschützer, dürfen nicht ohne weiteres sich Zugang zu einer fremden Wohnung verschaffen, wenn sie darin unversorgte Tiere vermuten.
Wie in vielen Bereichen kann man hier vorsorgen!
Jeder Tierhalter sollte bei seinen eigenen Ausweisen/Dokumenten einen "NotfallAusweis"
für das Tier mit sich führen, aus dem alles Notwendige ersichtlich ist.
       

Text entnommen: http://www.dr-recker-tierschutzstiftung.de/wp-content/uploads/2015/12/Notfallausweis.pdf

Zum Ausdrucken des Ausweises hier klicken: https://www.tierschutz-shop.de/visitenkarte

Sie können einen solchen Ausweis auch selber machen.

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Bochum, 2017

Tiere in Not e.V. Bochum und der NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. teilen mit:

Verwaiste Jungvögel bitte nicht aufnehmen

Helfen Sie nur dort, wo es wirklich notwendig ist

Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind und von unzureichend informierten Spaziergängern mitgenommen werden.

Dabei gilt: Wer auf einen einsam und hilflos wirkenden Jungvogel trifft sollte das Tier auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern es an Ort und Stelle belassen.

Der Schein trügt häufig, denn die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Wichtig ist, dass der Finder eines „aus dem Nest gefallenen“ Jungvogels besonnen die Situation beurteilt und sich möglichst fachkundigen Rat einholt, bevor er handelt. Meist handelt es sich nicht um Waisen, sondern um fast flugfähige Jungvögel mit relativ vollständigem Gefieder, die durch Bettelrufe noch mit ihren Eltern in Verbindung stehen. Sobald der Mensch sich entfernt, können sich die Eltern wieder um ihre Kinder kümmern.

Die fast flügge Vogelbrut verteilt sich nach dem Verlassen des Nestes an verschiedene Stellen des Gartens oder Wäldchens. So können nur einzelne Tiere, und nicht die gesamte Brut auf einmal, von natürlichen Feinden entdeckt werden. Dass es sich bei den Jungvögeln um wirklich verwaiste und nicht um „Scheinwaisen“ handelt, kann man durch längeres – zwei bis drei Stunden –, vorsichtiges Beobachten aus einem Versteck, wie etwa hinter einer Fenstergardine, erkunden. Lediglich wenn Gefahr droht, wenn Jungtiere beispielsweise auf der Straße sitzen, sollte man eingreifen, die Jungtiere wegtragen und an einem geschützten Ort, aber nicht zu weit vom Fundort wieder absetzen.

Auch Eulen verlassen oftmals als halbgroße Jungvögel die zu eng gewordene Brutstätte und sitzen bis zur Flugfähigkeit als „Ästlinge“ im bodennahen Strauchwerk. Solange menschliche Beobachter, im Falle der nachtaktiven Eulen noch dazu zur falschen Tageszeit, sich in der Nähe der Jungtiere aufhalten, kehren die Altvögel nicht zu diesen zurück. Wer einen solchen kräftig wirkenden „Scheinwaisen“ findet, sollte ihn am besten in Ruhe lassen oder erforderlichenfalls an einen geschützten Ort, wie etwa eine Hecke, umsetzen. Noch nackte Jungvögel sollten möglichst vorsichtig ins Nest zurückgesetzt werden. Vögel stören sich im Gegensatz zu manchen Säugetieren nicht am menschlichen Geruch. Jungvögel werden daher auch nach dem Umsetzen wieder von den Alttieren angenommen und versorgt.

Gemäß Bundesnaturschutzgesetz dürfen Jungvögel übrigens nur vorübergehend und nur dann aufgenommen werden, wenn sie verletzt oder krank, und somit tatsächlich hilflos sind.

Jungvögel, die mit nach Hause genommen werden, haben selbst bei fachgerechter Pflege deutlich schlechtere Überlebenschancen als in der Natur. Die elterliche Fürsorge in der Naturaufzucht kann niemals ersetzt werden, so dass die Handaufzucht immer nur die zweitbeste Lösung ist. Nur bei deutlich geschwächt wirkenden oder wirklich verwaisten Vögeln ist die Handaufzucht zu empfehlen, wie auch in Fällen, in denen durch Unwetter, Baumaßnahmen oder dergleichen der Nistplatz zerstört ist.

Zur Gewährleistung der tiergerechten Aufzucht und auch zur Vermeidung der Gefahr der Fehlprägung auf den Menschen, welche eine spätere Wiederauswilderung nahezu unmöglich macht, sollten solche Jungvögel nach Möglichkeit in eine anerkannte Auffangstation oder Vogelpflegestation gebracht werden.
Diese können bei den Gruppen des NABU, den Naturschutzbehörden und den Veterinärämter der Landkreise und kreisfreien Städte, Zoologischen Gärten oder auch bei Tierärzten oder Tierschutzvereinen erfragt werden.

http://www.nabu.de                         http://www.tiere-in-not-bochum.de

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Tierschutz fängt mit Nachdenken an:
Finger weg von Tierkindern !!!
Von Karan Malla, Tierarzt am Veterinäramt der Stadt Bochum

Der milde Winter und der späte Frühling haben dazu geführt, dass die Natur ihrer Zeit um einige Wochen später ist. Dies hat zur Folge, dass bald viele Jungvögel flügge sind und sich aus den elterlichen Nestern entfernen. Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass auf dem Boden hockende Jungvögel auf keinen Fall mitgenommen werden sollen, da sie in der Regel nach wie vor von ihren Eltern versorgt werden. Gleiches gilt selbstverständlich auch für andere Jungtiere.

Erst kürzlich wurden durch wohlgemeinte Personen innerhalb kürzester Zeit 2x hintereinander junge Fuchswelpen im Tierheim Bochum abgegeben. Gleiches geschah durch die Abgabe von Eichhörnchen an den Tierschutzverein „Tiere in Not e.V.“ Bochum. Die richtige Versorgung von Wildtieren stellt diese Einrichtungen jedoch vor große Probleme. So konnte z.B. nur unter großen Mühen für die ersten Fuchswelpen eine geeignete Pflegestelle gefunden werden, welche die kleinen Füchse vor dem sicheren Tod bewahren konnte.

In den meisten Fällen fehlt den Jungtieren bzw. –vögeln nichts, sie haben lediglich den Bau / das Nest verlassen.

Sinnvoller ist es, die Tiere erst einmal aus sicherer Entfernung zu beobachten und sich davon zu überzeugen, ob es den Tieren gut geht und diese weiterhin von den Eltern gefüttert bzw. aufgesucht werden.

Sollte tatsächlich der dringende Verdacht bestehen, dass sich die Elterntiere nicht mehr um ihre Jungen kümmern, sollte
bei
Eichhörnchen der Tierschutzverein „Tiere in Not e.V.“ Bochum - Tel. 0234/ 950 822 92 (täglich von 8.00 - 18.00 Uhr)
und bei
anderen Wildtieren der jeweils z
uständige Jagdausübungsberechtigte
(zu erfragen über das Ordnungsamt der Stadt Bochum, Frau Rohn Tel. 0234/910 1408) benachrichtig werden.

Außerhalb der Öffnungszeiten rufen Sie die Polizei unter 110 an.

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Bochum, im Jahre 2017
Berlin:  Der teilt mit
Der Waldkauz ist "Vogel des Jahres 2017"

Lautlose Jäger der Nacht
Warum ist der Waldkauz Vogel des Jahres 2017?

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Waldkauz (Strix aluco) zum
„Vogel des Jahres 2017“ gewählt. Auf den Stieglitz, Vogel des Jahres 2016, folgt damit ein Eulenvogel.

„Stellvertretend für alle Eulenarten haben wir für 2017 den Waldkauz zum Jahresvogel gewählt. Mit ihm wollen wir für den Erhalt alter Bäume
mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren“,
erläutert NABU-Präsidiumsmitglied Heinz Kowalski.
Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Es gilt, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder zu vermehren.
Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und
wird langfristig als stabil eingeschätzt.
 

Waldkauz - Foto: Marcus Bosch
 Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand.
Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute. Die Bezeichnung „Kauz“ ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum, denn in anderen europäischen Ländern gibt es kein eigenes Wort für Eulen mit rundem Kopf ohne Federohren – sie werden wie andere Eulenarten allgemein als „Eulen“ bezeichnet.

Auch wenn sein Name anderes vermuten lässt: Der Vogel des Jahres 2017 ist keinesfalls nur im Wald zu Hause, obwohl er sich in lichten Laub- und Mischwäldern am wohlsten fühlt. Als ideal gilt ein Lebensraum mit einem Waldanteil von 40 bis 80 Prozent, dazu Lichtungen und angrenzende Felder.

Längst ist er daher auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand und geeigneten
Bruthöhlen zuhause. Dabei kommt er uns Menschen recht nah, wenn er auch eher zu hören als zu sehen ist.
Tagsüber versteckt er sich in Höhlen oder in dichten Baumkronen. Die Anpassungsfähigkeit bei der Wahl des
Lebensraumes trägt dazu bei, dass der Waldkauz die häufigste Eule in Deutschland ist.

Glücksbringer und Todesbote
Vogel der Weisheit und Aufklärung. Todesbote und Glücksbringer. Wappenvogel der Heilkunst und Patron der
überschwänglichen Trinklust: So vielseitig wie gegensätzlich sind die Bezeichnungen der Eule –
und damit auch des Waldkauzes – seit Jahrtausenden.
 


Waldkauz - Foto: Peter Kühn
In der Antike galt beispielsweise der Steinkauz als „Vogel der Weisheit“ und war ein ständiger Begleiter der Göttin Athene. Seine stoische Mimik wirkte klug und sorgte für Ehrfurcht unter den Menschen.
Im Mittelalter wandelte sich das Bild erheblich: Die Eule wurde zum Botschafter von Unglück und Tod, Helfer Satans oder Verkünder von Seuchen und Depression.
Die frühchristliche Enzyklopädie „Physiologus“ diffamiert die Eule gar als Kirchenschänder und das „Öl der Lampe der heiligen Maria“ trinkend.

Dass die meisten Eulen ausgerechnet die Nacht bevorzugen, sahen Abergläubige als Beweis für ihr böses Wesen.
Die nächtlichen „Ku-witt“ - Rufe des Waldkauzes zum Beispiel wurden als „Komm mit“ interpretiert und kündigten den angeblich baldigen Tod eines nahestehenden Menschen an.
 
Wer diesem drohenden Schicksal entkommen wollte, nagelte eine getötete Eule an das Scheunentor.
Das schlechte Image unseres Jahresvogels und seiner Eulenverwandtschaft hat sich glücklicherweise deutlich verbessert.
Faszination für das Tier löste den tief verwurzelten Aberglauben größtenteils ab. Eulen sind heute so beliebt wie nie:
als Motiv in Kunst und Literatur, Skulptur in Gärten und Galerien oder farbenfrohes Maskottchen auf Kinderkleidung.
 

 Weitere Infos zum „Vogel des Jahres 2017“ hier
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/

Infomaterial Broschüren, Aufkleber und mehr einfach hier bestellen
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/waldkauz/21326.html


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Bochum, 27. Februar 2017
ACHTUNG bitte beachten, das gilt ab 01.März 2017
27.02.2017 / t-online.de, dpa, AFP - teilen mit
Für Hobbygärtner ändert sich etwas zum Monatsanfang:
Hecke schneiden verboten  
Wer seine Hecke stark stutzen oder einen größeren Strauch entfernen will,
muss das spätestens am 28. Februar erledigt haben.
Radikale Rodungsarbeiten dürfen dem Tierschutz zuliebe in der Zeit vom
1. März bis 30. September nicht vorgenommen werden.

Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro bestraft werden. 

Unter anderem nisten diese Vögel in Hecken und Sträuchern, die sie alle kennen.

Amsel Grünfink / Grünlink Buchfink Stieglitz / Distelfink

Erlaubt sind hingegen sogenannte Form- und Pflegeschnitte im Garten.
Trotzdem sollte man hierbei selbstverständlich auf brütende Tiere besondere Rücksicht nehmen. 

Die Hecken und Sträucher bieten vielen anderen Tieren Schutz und Unterkunft.
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Rauchverbot im Wald

Noch etwas zum Naturschutz: Ab 1. März herrscht in allen Wäldern Deutschlands Rauchverbot.

Grund ist die - je nach Wetterlage - hohe Waldbrandgefahr.
Im und am Wald dürfen dann abseits von speziell dafür vorgesehenen Plätzen auch keine Lager- oder Grillfeuer entfacht werden.

Um Waldbrände zu vermeiden, dürfen auch keine Autos, Motorräder und Nutzfahrzeuge der Landwirte auf Wiesen und
Waldwegen abgestellt werden, da ihre heiß gelaufenen Katalysatoren Feuer entfachen können. 

Diese Vorschriften gelten nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bis zum 31. Oktober.
 

Besonders Kiefernwälder sind durch Waldbrände bedroht.

Waldbrände
entstehen unter natürlichen Bedingungen durch Blitzschlag, vulkanische Aktivitäten und Selbstentzündung.

In Deutschland spielt als natürliche Entstehung die Selbstentzündung und Blitzeinschlag eine Rolle.
 
Weitere Ursachen für Waldbrand in Deutschland sind vor allem Fahrlässigkeit durch Waldbesucher und der Forstwirtschaft, Brandstiftung und Militärübungen.

Bereits ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe können bei längerer Trockenheit
Brände in Wald und Landschaft auslösen.

Trockene Nadelstreu, langes und trockenes Gras sowie Äste beschleunigen die Ausbreitung von Bränden.

Auch Bäume und Wiesenflächen in den Städten können Opfer der Flammen werden, wenn der Mensch unachtsam ist.
Im Durchschnitt entstehen in Deutschland zwei Drittel der Brände durch menschliches Fehlverhalten.

An welche Regeln zum Waldbrandschutz sich alle Waldbesucher halten müssen, können Sie unter

http://www.sdw.de/bedrohter-wald/waldbrand/waldbrand.html nachlesen.

Hier gibt es auch weitere Infos RUND UM DEN WALD.

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Bochum, 12. Januar 2017 17.15 Uhr
Katzenschutzverordnung auf den Weg gebracht
Ordnungsausschusses beschließt die Ausarbeitung einer
Katzenschutzverordnung gegen den Willen der Verwaltung.
Das NEUE JAHR fängt gut an, Politiker geläutert, die Tiere werden es euch DANKEN
Wir Tierschützer sind erfreut und abwartend zugleich.
Wir bieten unsere Unterstützung an.

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Bochum, 12. Januar 2017
Stellungnahme des Vorstandes zum WAZ Artikel und den Kommentaren von Heute

Ihr Lieben,

ich muss mal etwas klarstellen. Bei den wildlebenden Katzen handelt es sich um Hauskatzen und nicht um Wildkatzen, diese Hauskatzen sind von Menschen in die Wildnis geschickt oder verdammt worden.

Da Katzen einen Deckungs- und Vermehrungszwang haben, vermehren sie sich auch wenn die Katzenpopulation zu groß sind immer weiter. Die natürliche Vermehrenshemmung z.B. bei Futtermangel usw. fehlt diesen Hauskatzen. Gegen diese rasante Vermehrung helfen nur die Kastrationen der Katzen. Diese ist keine Vermutung, sonder eine nachgewiesene Tatsache.

In Gebieten, wo eine konsequente Kastration der Katzen durchgeführt wurde, wurde diese Entwicklung gestoppt, der Katzenbestand ging im Laufe der Jahre zurück.

Die Kostenaufstellung der Stadtverwaltung Bochum entbehrt jeder Grundlage.
Seit Jahren werden die Gesamten - Kosten für die Kastration der der wildlebenden Hauskatzen durch die Tierschutzvereine und helfenden Bürgern getragen.
Die Stadt zahlte keinen Cent.
Die Kostenrechnung der Verwaltung ist nur dadurch zu erklären das sie wie üblich einen aufgeblasenen Verwaltungsapparat mit unnützen, hochbezahlten Beamten errichten will.
Das Brauchen wir nicht, wir haben viele Fachleute die ehrenamtlich schon jetzt in den Tierschutzvereinen tätig sind. Dieses Potenzial kann man nutzen.
 

Und noch etwas, wir Tierschutzvereinen und ich spreche hier speziell für den Verein Tiere in Not e.V. Bochum, geben seit Jahren nur noch ausschließlich kastrierte Katzen ab. Aber auch in anderen, mir bekannten, Vereinen wird es so gehandhabt,

Für den Vorstand
Gerhard Kipper
Tiere in Not e.V. Bochum

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Bochum, im Dezember 2016
Spendenaufruf
Für die Aktion "Senioren-Tiernothilfe" werden dringend Gelder benötigt, damit die Hilfe für die Senioren im erforderlichem
Umfang erfolgen kann. Spenden bitte auf das Konto bei der
Sparkasse Bochum IBAN: DE14 4305 0001 0043 4086 99
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Bochum, im Dezember 2016
Wunschzettel bei Amazon 
Tiere in Not e.V. Bochum hat bei Amazon einen Wunschzettel angelegt,
wo jeder den Tieren eine Sachspende zukommen lassen kann.

Und so einfach geht es:
Über den Link (unten) auf unseren Wunschzettel gehen, Produkt(e) auswählen und bezahlen.
zum Beispiel:
 
Die Sachen werden dann direkt an Tiere in Not gesendet.
Wir - und vor allem die Tiere freuen sich über jede Spende!
Natürlich werden wir auf unserer Homepage und bei facebook über die angekommen Pakete berichten.
Hier geht es zum Wunschzettel - Bitte hier klicken


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Bochum im Dezember 2016
Laufend treffen Sachspenden
von unserem Amazon-Wunschzettel ein.


Unsere Katzen freuen sich sehr über die Spenden und nehmen sie sofort in Beschlag.
Alle Sachspenden können wir leider nicht zeigen, wenn ihre Spende nicht dabei ist,
seien sie uns nicht böse, uns fehlt einfach die Zeit.
Ihre Spenden sind ein wichtiger Beitrag und entlasten unsere Kasse. So können die
eingesparten Gelder den vielen wildlebenden Hauskatzen, die von uns betreut werden,
zu Gute kommen. Futter ist ein wichtiger Faktor und wird immer gebraucht.
Wir hoffen mit den Katzen, als noch viele Sachspenden eingehen.
Wir Katzen sagen herzlichen Dank.

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New York 25.10.2016

Tiere in Not e.V. Bochum: Das geht auch bei uns.
Sie fordern die Stadt Bochum auf die Möglichkeit der Umsetzung bei uns zu Prüfen.

Die Amys machen es uns mal wieder vor,
feelGreen.de berichtet:

New York setzt streunende Katzen im Krieg gegen Ratten ein

 In den Hochhausschluchten von New York tummeln sich zahllose wild lebende Katzen - einige von ihnen helfen der Stadt nun bei der Rattenbekämpfung. Freiwillige fangen die in Gruppen lebenden Tiere ein und lassen sie sterilisieren, kastrieren sowie impfen. Ziel ist, die Katzen entweder an ihrem abgestammten Platz oder in Gegenden auszusetzen, in denen Ratten überhandgenommen haben.

Diese Katzen laufen dann "Patrouille" bei Feinkostläden und Kneipen, bei Autohändlern oder auf dem Gelände einer Kirche in Greenwich Village. Vier Katzen streifen um die Laderampen des Kongresszentrums Jacob K. Javits, wo angelieferte Speisen und Müll seit Jahren Nagetiere anziehen. "Früher haben wir Schädlingsbekämpfer engagiert, aber die Natur hat eine bessere Lösung", sagt Rebecca Marshall, Nachhaltigkeitsmanagerin des weitläufigen Kongresszentrums. "Und Katzen kosten nichts."

 
Quelle: Venkman the Cat, Twitter

Privates Bündnis von Tierschützern finanziert Schulungen

Etwa 6000 Freiwillige haben bei der Initiative für verwilderte Katzen in New York Kurse belegt, in denen sie lernten, wie Katzen mit Lebendfallen gefangen werden können. Das Programm wird von einem privat finanzierten Bündnis von mehr als 150 Tierschutzgruppen und Tierheimen betrieben. Nach dessen Schätzungen bevölkern bis zu einer halben Million verwilderte Streuner die fünf New Yorker Stadtteile.

Straßenkatzen führen ein hartes Leben. Viele sterben an Erkrankungen und Unterernährung oder werden von Autos überfahren. Andere nehmen vergiftetes Katzenfutter zu sich, das laut Tierschützern gezielt ausgelegt wird, um sie loszuwerden.

Viele der Tiere werden von Baumaßnahmen vertrieben. Anders als die einstigen versteckten Winkel der Stadt, die unbebauten Grundstücke, verfallenden Fabriken und leeren Lagerhäuser bieten Neubauten kein auch nur ansatzweise katzengerechtes Umfeld mehr.

Auch einer Kolonie von zwei Dutzend Katzen an der West Side von Manhattan droht jetzt die Vertreibung durch den Bau eines neuen Bürohochhauses. Ein Stadtrat arbeitet mit Bewohnern und Bauträgern zusammen um sicherzustellen, dass die Tiere an einen sicheren Ort gebracht werden.

Das Katzenquartett vom Javits-Kongresszentrum - Sylvester, Alfreda, Mama Cat und Ginger - wurde vor etwa zwei Jahren mit Katzenfutter, das tierliebe Mitarbeiter mitbrachten, an die 56 Laderampen gelockt. Inzwischen kann man beispielsweise beobachten, wie sich Sylvester dort neben einem Lastwagen in Stellung bringt, jederzeit zum Sprung bereit, sollte sich potenzielle Beute blicken lassen

Die pure Anwesenheit von Katzen schreckt Ratten ab

Katzen sind zwar Raubtiere, töten aber nicht unbedingt Ratten. Die Nager werden vielmehr vom Geruch und den Hinterlassenschaften der wilden Miezen abgeschreckt, sagen Experten. "Eine Mutterratte wird nie in der Nähe eines Raubtiers gebären, weil die Katzen die Jungen fressen würden", sagt Jane Hoffman, Präsidentin des Bündnisses der Tierschutzgruppen.

Der Umfang der Katzenpopulation wird durch Sterilisation und Kastration gesteuert. Beides wird von zwei großen Tierschutzorganisationen kostenlos geleistet. Eine Vermittlung der verwilderten Katzen an Tierfreunde kommt meistens nicht in Frage, weil sie nicht mehr an Menschen gewöhnt werden können.

Dank der Freiwilligen, sagt Managerin Marshall vom Kongresszentrum, "schützen wir frei lebende Tiere in der Stadt - und die Katzen bekommen eine zweite Chance".

In Chicago ein voller Erfolg

In Chicago läuft das Projekt bereits erfolgreich. Als Erfolgsgeschichte gilt der Fall einer Brauerei, die mehrere Katzen als natürliches Rattengift einsetzt. Die Katzen wurden nach Charakteren der Ghostbusters benannt und haben sogar ihren eigenen Twitter-Account.

Quellenangabe:
http://www.feelgreen.de/new-york-setzt-streunende-katzen-im-krieg-gegen-ratten-ein/id_79361966/index


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Bochum, im Herbst 2016

20.000 wildlebenden Hauskatzen in Bochum

Nach wochenlanger Recherchen und Beobachtungen, sowie Gespräche mit Tierschützer aus Bochum
und Gesprächen mit Tierschützer aus anderen Städten im gesamten Bundesgebiet, sind wir zu dem Ergebnis gekommen,
dass in Bochum ca. 20.000 wildlebenden Hauskatzen ein elendes Leben führen.

Die neusten recherchierten Zahlen über die Anzahl der wildlebenden Hauskatzen in Bochum verwundern die Tierschützer bei
genauer Betrachtung nicht.
Bestätigen aber auch die Befürchtungen über die leidenden, wildlebenden Hauskatzen in Bochum.

Ein Katzenpaar, das zweimal pro Jahr Nachwuchs bekommt, von dem pro Wurf drei Kätzchen überleben, hat in 10 Jahren
für eine Nachkommenschaft von über 80 Millionen Katzen gesorgt. Diese Zahlen sind wissenschaftlich Belegt und
von allen Tierschutzorganisationen anerkannt.

So wundert man sich über die Zahl der wildlebenden Hauskatzen in Bochum nicht.

Ob es der Stadtverwaltung nun passt oder nicht.

Dass es in Bochum kein Bedarf für eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht ist bei richtiger Betrachtung ein schlechter Witz.

Das bei diesen Zahlen, nur eine
Kastrations- und Kennzeichnungspflicht,
das Elend der Katzen eindämmen kann,
muss jedem einleuchten.
Der Erfolg wird nicht von heute auf morgen eintreten, aber er wird kommen, darum darf jetzt keine Zeit mehr vertrödelt werden.

Darum fordert der Vorstand des Tierschutzvereins "Tiere in Not e.V." Bochum nachdrücklich endlich in Bochum
eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht einzuführen.

Dieser Forderung schließen sich viele Tierschutzvereine und auch viele Bochumer Tierfreunde an.

Helfen sie mit, das es diese Bilder in Zukunft nicht mehr geben wird und unterstützen sie uns.

Liebe Bochumer Bürger und nicht nur Bochumer, nein alle Tierschützer sind aufgerufen gegen das Vorgehen der Verwaltung zu protestieren. Schreibt an unseren Oberbürgermeister, der Chef dieser Verwaltung.
Die eigentliche Entscheidung wird von unseren Politikern, die ihr gewählt habt um eure Interessen zu vertreten, nach der Sommerpause getroffen.
Liebe Bürgerinnen und Bürger ist es eure Interesse das die Katzen weiter elendig verrecken - wenn nicht dann sagt es euren Politikern.
Die Tiere werden es euch danken.

Der Vorstand

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Bochum  im Sommer 2016

Katzennotstand
Da sich das Katzenelend weiter ausweitet, müssen wir wieder den Katzennotstand ausrufen.

Die unkontrollierte Vermehrung wildlebenden Hauskatzen ist explodiert.
Da trotz aller Warnungen, durch die Tierschützer, nichts gegen die unkontrollierte Vermehrung wildlebenden Hauskatzen
seitens des Staates erfolgte.
Nun ist das eingetreten, was wir Tierschützer befürchtet und voraus gesagt haben.

Der Katzennotstand. 
Noch nie wurden so viele Katzenbabys geboren. Noch nie mussten so viele Katzen im Elend leben.
Die Katzen sind nicht von alleine und schon gar nicht freiwillig in die Wildnis gegangen - nein Menschen haben sie dahin
gebracht und dann im Stich gelassen.

Da das Katzenproblem ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, muss die Gesellschaft, sprich dem Staat, auch dieses lösen.
Das Bundestierschutzgesetz sieht zwar eine Regelung vor, aber der Bund schiebt,
die Ausführung an die Länder und Kommunen ab, wobei die Kastrationsverpflichtung immer noch nicht flächendeckend bindend vorgeschrieben wird.
Eine allgemeine Kastrations- und Kennzeichnungsverpflichtung, nach dem Vorbild von Österreich und Belgien,
gibt es nun auch schon in einigen deutschen Städten und Gemeinden, so auch in Essen, aber nicht in Bochum.

Die jetzt vorgesehene Lösung ist ein Schrittchen in die richtige Richtung, aber eben nur ein Schrittchen.
Die Kastrations- und Kennzeichnungsverpflichtung muss Flächendeckend bundesweit gelten.

Wenn z.B. in Essen eine solche Verpflichtung angeordnet wird, aber in den angrenzenden Städten nicht,
dann kommt es immer wieder dazu, das unkastrierte Katzen einwandern. Das Problem beginnt erneut.

Darum brauchen wir, der Tiere wegen, eine einheitliche und Gebiets überschreitende Lösung.
Das Ziel muss die Kastration und Kennzeichnung aller wild lebenden Hauskatzen und
die Kastration, Kennzeichnung und Registrierung aller Hauskatzen mit Freigang sein.

Die Frage der Kosten ist natürlich auch nicht geklärt. - Hier wird auch der Knackpunkt liegen.
Welche Kommune wird eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht erlassen, wenn sie die Kosten für die
wild lebenden Hauskatzen tragen soll?
Die Kosten sind aber einer der wichtigsten Punkte, die Finanzlage der Tierschutzvereine ist sehr schlecht,
sie können die Kosten nicht tragen.
Bei der jetzigen Lage, werden wir und andere Tierschutzvereine, die Katzenschwemme nicht mehr bewältigen können.

Wenn wir nicht den Bund Deutscher Tierfreunde e.V. und seine Mitgliedern nicht hätten, die durch ihre verlässliche,
finanzielle Unterstützung unsere Arbeit mit den Katzen erst ermöglichen, könnten wir nicht so vielen Tieren helfen.
Im Namen der Tiere möchten wir herzlich bedanken.

Das Elend wild lebender Hauskatzen macht uns allen schwer zu Schaffen.
Einige ehrenamtlichen Mitarbeiter waren dem Elend der Katzen und dem damit verbundenen psychischem Belastungen
nicht mehr gewachsen, sie „haben fertig“ und haben aufgegeben.
Der Vorstand versucht in einem solchen Fall zu helfen, durch eine Auszeit und der Lenkung der Sicht auf das
Geleistete und auf die vielen Tiere die durch sie gerettet wurden und ein neues Zuhause gefunden haben.

Durch das Elend und dem dadurch entstehenden psychischem Belastungen,
wird es auch immer schwerer ehrenamtliche Helfer zu finden.

Wir haben, wegen Überfüllung,
leider wieder einen Aufnahmestopp erlassen müssen.

Wenn aber wieder einer mit einer Handvoll Katzenbabyelend vor der Tür steht,
können wir es nicht übers Herz bringen und ihn weg schicken.

Nur was machen wir, wenn wir diese Katzen nicht mehr vermitteln können????

bitte hier weiter lesen
Keine Kastrationspflicht für frei laufende Katzen in Bochum
Stellungnahme vom Vorstand des Tierschutzvereins "Tiere in Not e.V." Bochum

zum nach folgenden Zeitungsbericht der WAZ Bochum vom 21.06.2016
vor allem zu dem Ablehnungsvorschlag des Ordnungsamtes.


Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, liebe Bochumer Bürgerinnen und Bürger
der Vorstand vom Tierschutzverein Tiere in Not e.V. Bochum ist verärgert über die Verwaltung der Stadt Bochum, die eine Einführung
einer Kastrations- und Registrierungspflicht für freilaufende Hauskatzen ablehnt.
Dieses ist natürlich ein Rückschlag für die Bochumer Tierschutzvereine, aber schlimmer ist dieses für die betroffenen Katzen, die sind nämlich die eigentlichen Leitragenden dieser Ablehnung. Sie müssen weiter leiden und
weiter elendig verrecken.
Katzen sind auch keine Wähler und so wohl wertlos für die Damen und Herren im Bochumer Rathaus. Diese haben ja mehr als genug zu fressen und sind nicht den Wetter hilflos ausgeliefert. Den Arsch auf schön gepolsterten Stühlen rum drückend, haben sie wohl jede Empfindung für unsere Mitgeschöpfe verloren.
Halt wir wollen nicht jeden im Rathaus pauschal verurteilen - wir wissen, dass es viele, viele Tierfreunde dort gibt - die kommen wohl nicht zu Wort oder können sich kein Gehör verschaffen.

Bochum will doch Oberzentrum sein und immer den anderen Städten eine Nasenlänge voraus sein - diese jetzt vorgeschlagene Ablehnung ist tiefste Provinz. Viele andere Städte in NRW haben die Notlage der Katzen erkannt und haben gehandelt.
Essen ist ein Beispiel dafür, ist die Situation im wenige Kilometer entfernten Bochum so viel besser?
Das es in Bochum immer so viel besser ist, ist das Wunschdenken im Bochumer Rathaus und entbehrt jeglicher Grundlage.
Das Argument mit dem fehlenden Geld sticht nicht, die Stadtverwaltung hat bis heute keinen einzigen Cent zu den weit über 15.000 erfolgten Kastrationen der letzen Jahre in Bochum beigetragen, dass haben die Tierschutzverein, unterstützt durch Spenden der Bürger dieser Stadt, ganz allein gemacht. Tausende und aber tausende ehrenamtliche Stunden und Tage haben die Tierschützer sich liebevoll um die Katzen gekümmert.
Aber wir sind an einem Punkt angelangt, wo unsere Kapazitätsgrenze erreicht ist.
Hier einige Fotos von den Katzen und den Katzenbabys um die es geht.



Die abgebildeten Katzen sind mit hohem Aufwand behandelt worden und haben überlebt.

Liebe Bochumer Bürger und nicht nur Bochumer, nein alle Tierschützer sind aufgerufen gegen das Vorgehen der Verwaltung zu protestieren. Schreibt an unseren neuen Oberbürgermeister, er Chef dieser Verwaltung und will ja neuen Wind rein bringen.
Die eigentliche Entscheidung wird von unseren Politikern, die ihr gewählt habt um eure Interessen zu vertreten, nach der Sommerpause getroffen.
Liebe Bürgerinnen und Bürger ist es eure Interesse das die Katzen weiter elendig verrecken - wenn nicht dann sagt es euren Politikern.
Die Tiere werden es euch danken.

Der Vorstand

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Streit um Kastrations-Pflicht für Katzen in Bochum

21.06.2016 WAZ Bochum von Bernd Kiesewetter


Sigrid Kipper vom Verein "Tiere in Not" mit einer der vielen in Obhut genommenen Katzen, hier eine Aufnahme vom vorigen April. Foto: Ingo Otto

Bochum. Tierschützer sind enttäuscht: Sie fordern eine Kastrationspflicht für frei laufende Katzen,
aber das Ordnungsamt hält das nicht für machbar.


Auf ihrem Weg zur Einführung einer Kastrations- und Registrierungspflicht für freilaufende Hauskatzen haben Bochumer Tierschützer einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Ordnungsamt hat dem zuständigen USO-Ausschuss (Umwelt, Sicherheit, Ordnung) vorgeschlagen, eine entsprechende Verordnung abzulehnen.
Andere Städte sehen dies aber ganz anders:
Essen zum Beispiel hat in diesem Frühjahr eine Kastrations- und Registrierungspflicht stadtweit eingeführt.


"Dies ist sowohl unter Tierschutz- als auch Naturschutzgesichtspunkten nicht akzeptabel",
ärgert sich Gerhard Kipper vom Bochumer Tierschutzverein "Tiere in Not" über die Bochumer Verwaltung. Seit vielen Jahren kämpft er dafür, dass verwilderte und herrenlose Hauskatzen, die auf Industriebrachen, in Schrebergärten oder in Wohnanlagen herumstreunen, und auch Wohnungskatzen mit Freigang kastriert werden, damit nicht massenhaft und unkontrolliert Nachwuchs gezeugt wird.
 

"Die Katzen sterben nicht, sie verrecken elendig"
Denn anders als so genannte "Wildkatzen", eine eigene Art, können sich diese Katzen in Freiheit nur unzureichend zurechtfinden und selbst versorgen. Viele sind schlecht ernährt, ausgezehrt und krank. Sie leiden oft an Infekten, Viren, Parasiten und unbehandelten Verletzungen. Die Muttertiere sind oft zu schwach, um ihre Babys mit genug Nährstoffen zu versorgen.
Kipper: "Die Katzen sterben nicht, sie verrecken elendig. Das kann man sich gar nicht vorstellen, zumal das nicht unter den Augen der Öffentlichkeit abläuft."

Das Ordnungsamt sieht in einer Kastrations- und Registrierungspflicht jedoch "kein probates Mittel, einen nennenswerten Effekt hinsichtlich des Schutzes freilebender Katzen zu erzielen". Zur Begründung heißt es unter anderem, dass es weder genug Personal noch genug Geld gebe, um eine solche Verordnung zu überwachen und durchzuführen. Der Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum beabsichtigten Erfolg.

Der USO-Ausschuss will erst nach der Sommerpause entscheiden, ob er der Verwaltung folgt oder nicht.

WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/bochum/streit-um-kastratrions-pflicht-fuer-katzen-in-bochum-id11935393.html#plx1861369434

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WAZ 14.04.2016
Tierschützer in Bochum fordern: Mehr Katzen kastrieren
Bochum. Verein erwartet einen Ansturm an verwilderten Hauskatzen. Ohne Hilfe würden viele „verrecken“.

Nur eine Kastrationspflicht könne das Problem mildern.
Jetzt zum Frühling steht dem Bochumer Tierschutzverein „Tiere in Not e.V.“ wieder viel Elend ins Haus.
Er erwartet in seinen Räumen an der Castroper Straße einen Ansturm von verwilderten Katzenbabys, die sich in beklagenswertem Zustand befinden, weil ihre Mütter sie nicht richtig versorgen können. Hintergrund ist aus Sicht des Vereins, dass es immer noch keine Kastrationspflicht für Katzen in Bochum gibt, so dass sie sich zu ihrem eigenen Leid unkontrolliert vermehren.

Schon 12.000 Katzen kastriert
Die Not von wild lebenden Hauskatzen ist ein Dauerproblem. Gerade in diesen Wochen, wenn viele Babys geboren werden. Sie leben in Schrebergärten und Wohnanlagen oder auf Industriebrachen und Campingplätzen. Denn wenn der Tierschutz nicht informiert wird, haben sie oft keine Chance. „Die Mutter ist unterernährt und ausgezehrt“, sagt Gerhard Kipper, Vorsitzender von „Tiere in Not“. Sie könne nicht genug Abwehrstoffe an den Nachwuchs weitergeben.
„Dann sind die Babys anfällig vor allem für Viruskrankheiten mit tödlichem Verlauf.
Die Katzen sterben nicht, sie verrecken elendig.
Das kann man sich gar nicht vorstellen, zumal das nicht unter den Augen der Öffentlichkeit abläuft.
Wenn das mal ein Politiker live erleben würde, wie grausam die Tiere sterben, wäre das Thema durch.“


Sigrid Kipper von „Tiere in Not“ mit Wohnungskatze „Momo“. Diese wird nur mit Partner „Mogli“ vermittelt. Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Damit meint Kipper die vom Tierschutz schon lange geforderte Pflicht, alle Freigänger und verwilderte Hauskatzen zu kastrieren.
Die Stadt lehnte das bisher aber ab, auch wenn zurzeit an einer Vorlage für den Umwelt- und Ordnungsausschuss gearbeitet wird.
Kipper ist auf jeden Fall sicher: „Diesem Katzenelend gilt es, den Nährboden zu entziehen. Und das geht nur durch massenweise Kastration.“ Wie viele verwilderte Katzen in Bochum leben, ist unbekannt.

Platz geschaffen in den Zimmern des Vereins
„Tiere in Not“ selbst hat seit 2004 rund 12.000 Katzen kastriert. Das geschieht in einem eigenen OP-Zimmer durch einen eigenen Tierarzt. Mitunter gehe die Prozedur „wie am Fließband“ ab.
Kipper erwartet, dass sein Verein in Kürze mehr als 100 verwilderte Katzen aufnehmen muss, die vorher eingefangen wurden und die später vermittelt werden sollen. In den Zimmern des Vereins ist bereits Platz geschaffen. Die Babys werden von Hand aufgepäppelt, die Mütter (nach der Kastration) schnell wieder ausgewildert.

Das Fehlen einer Kastrationspflicht ist auch ein Problem für den Bochumer "Katzen-Informations- und Schutzverein KIS Ruhr“ . Vorstandsmitglied Julia Oelschläger: „Wir haben den Eindruck, dass streunende Katzen nichts wert sind in der Bevölkerung.“
Sie wünscht sich schnellere Zeugenhinweise bei Notfällen. „Oft erhalten wir erst eine Meldung, wenn das Tier vor sich hinkrepiert.“


Bernd Kiesewetter

Tierschützer in Bochum fordern: Mehr Katzen kastrieren | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/bochum/tierschuetzer-in-bochum-fordern-mehr-katzen-kastrieren-id11730626.html#plx24842084

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Februar 2016

Heulermord auf Sylt geht weiter
Bericht und Hilferuf von Janine Bahr & Andre van Gemmert vom Robbenzentrum Föhr

Wir waren entsetzt zu erfahren, dass auf der Insel Sylt Seehundjäger Robben direkt am Strand erschießen.
Es sind hauptsächlich gestrandete Seehundjungtiere (Heuler).

Die Jäger handeln nach schleswig-holsteinischem Recht. Unglaublich, aber wahr: Jäger dürfen über Leben und Tod gestrandeter Seehunde entscheiden und sie gegebenenfalls erschießen. Doch Seehundjäger sind keine Tierärzte. Sie können die Tiere nicht eingehend untersuchen. Selbst Tiere, die zunächst einen schlechten gesundheitlichen Eindruck machen, erholen sich meist nach Aufwärmen und Erstversorgung in Auffangstationen schnell.
Viele Erkrankungen, wie z.B. Lungenwürmer, sind gut behandelbar. In Stationen in den Niederlanden, Belgien und Großbritannien werden diese Tiere selbstverständlich aufgenommen und bis zur Auswilderung gesund gepflegt.
Warum nicht die Tiere von Sylt?

Heuler Auswilderung, da schlägt das Herz doch höher. Vergessen ist die viele Mühe und der Kampf für das Leben bei der Aufzucht.

Wir, das Robbenzentrum Föhr, sind eine gemeinnützige Initiative. Tierärztin Janine Bahr und Wildtierpfleger und Wildlifemanager André
van Gemmert habe jahrelang in ausländischen Robbenstationen gearbeitet. Wir haben jahrzehntelang Erfahrung im Umgang und mit der Versorgung dieser Tiere.

Bisher sind kaum Meldungen über diesen Skandal auf Sylt nach außen gedrungen, doch es melden sich immer mehr Anwohner, die das Töten anprangern.
Wir kämpfen seit Jahren dafür, dass Tierärzte und nicht Jäger in Schleswig-Holstein die Entscheidung über Leben und Tod eines Tieres treffen sollen. 
Jetzt ist der Moment da.

Wir fordern vom schleswig-holsteinischen Umweltminister Robert Habeck:

1.) Stoppen Sie sofort das Abschießen der angespülten Robben auf Sylt.

2.) Lassen Sie uns gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten im Arbeitskreis “Robben in Schleswig Holstein” einen Prozess entwickeln, wie mit hilfsbedürftigen Robben, die an unsere Strände gespült werden, zu verfahren ist. 

3.) Streichen Sie Seehunde von der Liste der jagdbaren Arten.

Wir wollen 50.000 Unterschriften gegen das willkürliche Robbentöten sammeln.
Gemeinsam mit Ihnen können wir diese Robbenrichtlinie stoppen.
Sobald Sie unterschrieben haben, leiten Sie den Link zu unserer Petition
 www.change.org/robbenretten an Ihre Freunde und Bekannten weiter.

Weitere Infos beim Robbenzentrum Föhr
Achtern Diek 5, 25938 Wyk auf Föhr
Tel. 04681 / 57 03 54, Handy 0177 33 000 77

info@robbenzentrum-foehr.de

www.robbenzentrum-foehr.de

Hier ein Video über die Arbeit des Robbenzentrum Föhr

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_reportage/videos/diereportage549.html

Wir von Tiere in Not e.V. Bochum sind entsetzt. Ja sind die Politiker in Schleswig-Holstein durchgeknallt?
Tierschutz steht im Grundgesetz, hat sich das nicht bis in den Norden rum gesprochen. Sind da nicht sogar "Grüne" in der Landesregierung?
Wir schließen uns den Vorderrungen der Tierschützer von Föhr an.
Wir rufen alle Tierschützer in Deutschland auf, lasst die Tierschützer von Föhr nicht allein, kämpft mit.
Wir erinnern nur an das Heulerschlachten in Kanada. ..... und jetzt bei uns?
Wir fragen uns "Wo sind die vielen Promis auf Sylt - Wir hören keinen Aufschrei des Entsetzens" von ihnen.
Könnt ihr da noch entspannt Urlaub machen, wo wenige Meter weiter die Heuler ermordet werden?

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Berlin: 
Der teilt mit
Der Stieglitz ist Vogel des Jahres 2016

Heute haben der NABU und sein bayerischer Partner LBV den Stieglitz zum Vogel des Jahres 2016 gekürt.

Charaktervogel bunter Landschaften
Der Stieglitz (Carduelis carduelis) gehört zu den buntesten und gleichzeitig beliebtesten Singvögeln in Europa. Kaum eine andere Art steht so für die Vielfalt und Farbenpracht unserer Landschaften. Doch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und die Bebauung von Brachflächen rauben dem Stieglitz die Nahrungs- und Lebensgrundlagen. Es wird enger für den farbenfrohen Distelfinken. Mit seiner Wahl zum Vogel des Jahres 2016 wollen NABU und LBV den fortschreitenden Strukturverlust in unserer Kulturlandschaft ins Blickfeld rücken: Der Stieglitz ist unser Botschafter für mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarräumen und Siedlungsbereichen.


Foto NABU
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Stieglitz (Carduelis carduelis)
zum „Vogel des Jahres 2016“ gewählt.
Auf den Habicht, Vogel des Jahres 2015, folgt damit ein Singvogel, der zu den farbenfrohesten Vögeln Deutschlands zählt. Der auch Distelfink genannte Stieglitz steht für vielfältige und farbenfrohe Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume. Bunte Landschaften mit ausreichend Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.
„Allein in der Agrarlandschaft sind seit 1994 fast 90 Prozent aller Brachflächen mit ihrer heimischen Artenvielfalt verloren gegangen. Auch Randstreifen mit Blumen und Wildkräutern an Feldern und Wegen werden immer weniger und artenärmer.
Im Siedlungsraum verschwinden wildblumenreiche Brachflächen, öffentliches und privates Grün wird zu intensiv gepflegt, Wildkrautvielfalt gar weggespritzt. Für unseren Jahresvogel wird es in Deutschland inzwischen eng“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz.
Es gebe viele Möglichkeiten, den Lebensraum des farbenfrohen Finken zu erhalten. Schon kleine unbelassene Ecken in Gärten, an Sport- und Spielplätzen, Schulen, Ackerflächen oder Straßenrändern, trügen dazu bei.

Foto: NABU/Ronald Schulz
 

„Überregional kann nur eine Reform der bestehenden EU-Agrarverordnungen und -Förderinstrumente den Verlust landwirtschaftlicher Brachflächen stoppen. Aber auch in Städten und Gemeinden werden Konzepte benötigt, damit es mehr Wildnis am Straßenrand und auf grünen Flächen gibt“, sagte der LBV-Vorsitzende Norbert Schäffer. Auch private Gärtner können sich für den Erhalt von Lebensräumen des Stieglitzes einsetzen. Das Anlegen von Blühflächen mit heimischen Wildkräutern sowie Obstbäumen und der Verzicht auf Pestizide helfen dem zierlichen Finken.
Der Bestand des Stieglitzes hat in Deutschland laut den Daten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten von 1990 bis 2013 um 48 Prozent abgenommen. Offizielle Schätzungen gehen derzeit von 305.000 bis 520.000 Brutpaaren in Deutschland aus. Stieglitze leben sowohl auf dem Land als auch in Siedlungen, solange es einen geeigneten Brutplatz und genug Nahrung gibt. Diese findet er an Acker- und Wegrainen, auf Brachen oder in Parks und Gärten. Knapp 60 Prozent des bundesweiten Bestandes leben im Siedlungsraum, die restlichen 40 Prozent in der Agrarlandschaft.
 

Gleichzeitig mit der Verkündung des „Vogel des Jahres“ starten der NABU und der LBV die Aktion „Bunte Meter für Deutschland“.
Möglichst viele Meter wildkrautreicher Grünflächen sollen als neue Lebensräume für den Stieglitz und andere Singvögel geschaffen oder erhalten werden.


Das Aussehen ist farbenfroh und die Stimme ist stimmfreudig des Stieglitzes
Wegen seiner Farbenpracht und Sangeskunst war der Stieglitz lange Zeit ein beliebter Käfigvogel.


Foto: Frank Drere

 

Der Stieglitz trägt ein auffällig farbenfrohes Gefieder und gehört zu den buntesten Singvögeln. Auf dem ansonsten weiß und schwarz gefärbten Kopf leuchtet eine rote Gesichtsmaske. Auffällig ist auch das laute Zwitschern. Diesem „Stiglit“ verdankt der Stieglitz seinen deutschen Namen.

Die Laute des Stieglitzes sind unverwechselbar: Am häufigsten ertönt ein helles, mehrsilbiges „stiglit“, „didelit“ oder „didlilit“, welches den stimmfreudigen Vögeln auch ihren deutschen Namen einbrachte. Sein Gesang ist ein lautes, hastig vorgetragenes Zwitschern und wird oft mit einer rhythmischen Wiederholung der arttypischen „stiglit“-Rufe eingeleitet, denen mehrere Triller und Schnörkel folgen. Gesangspassagen und Rufe gehen oft ineinander über, unterscheiden sich jedoch in ihrer Rolle: Kontakt- oder Warnrufe der bunten Vögel sind das ganze Jahr über zu hören. Besonders im Herbst und Winter kommunizieren Schwärme auf diese Weise miteinander. Der Gesang dient hingegen der Partnerwerbung sowie der Reviermarkierung und festigt die Bindung eines Paares. Stieglitze singen meist von Baumwipfeln aus und fliegende Stieglitze fallen fast immer durch ihre typischen Rufe auf. Im Gegensatz zu den meisten anderen Singvögeln singen auch weibliche Tiere, jedoch weniger laut und anhaltend als die Männchen. Junge Stieglitze prägen sich bereits sehr früh den arttypischen Gesang der Altvögel ein.
 

Farbenfrohes Leichtgewicht
Wie alle Vertreter der Gattung Carduelis haben auch Stieglitze eine schlanke Gestalt mit einem vergleichsweise kurzen Hals und dünnen Beinen. Sie erreichen eine Körperlänge von 12 bis 13 Zentimetern und sind damit etwas kleiner als Spatzen. Mit einem Gewicht zwischen 14 und 19 Gramm wiegen sie ungefähr so viel wie zwei Ein-Euro-Stücke.
Stieglitze tragen ein auffällig farbenfrohes Gefieder und gehören damit zu den buntesten Singvögeln. Unverwechselbar leuchtet ihre rote Gesichtsmaske auf dem ansonsten weiß und schwarz gefärbten Kopf. Rücken und Brust sind hellbraun, Bauch und Bürzel weiß gefärbt. Die überwiegend schwarzen Flügel weisen eine deutlich abgesetzte breite, leuchtend gelbe, Binde auf. Der schwarz gefärbte Schwanz zeigt an den äußeren zwei bis drei Steuerfedern weiße Abschnitte. Der Schnabel des Stieglitzes ist, wie bei Körnerfressern üblich, kegelförmig, läuft spitz zu und erscheint elfenbeinfarben bis grau rosa.

 

Zum Verwechseln ähnlich
Männchen und Weibchen ähneln sich äußerlich zwar stark, lassen sich aber gut an der Ausprägung der roten Gesichtsmaske unterscheiden: Beim Männchen fasst sie den hinteren Rand des Auges beidseitig ein oder ragt darüber hinaus. Die etwas kleinere Maske des Weibchens reicht nicht bis zum Augenrand. Jungvögel erscheinen im Vergleich zu ausgewachsenen Stieglitzen eher braun und weniger kontrastreich. Ihnen fehlt zudem noch die auffällige rote Gesichtsmaske.
 

Mehr Infos über den Stieglitz hier klicken: Hier erfahren Sie mehr über den Stieglitz, und wie Sie ihm helfen können.

NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. Charitéstraße 3 10117 Berlin
NABU@NABU.de    https://www.nabu.de/

Wir danken dem NABU für die freundliche Unterstützung.

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PRESSEINFORMATION der
Privatbrauerei Moritz Fiege GmbH & Co KG
  
 

Ein Bayer hilft Bochum

Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt, Deutschlands bekanntester Duftforscher,
spendet 5.000 Euro Preisgeld der Moritz Fiege-Bierkutschermütze 2015
an die Bochumer Hilfsorganisationen Hospiz St. Hildegard und „Tiere in Not“

Bochum, 7. Juli 2015. Bochum ist seine zweite Heimat. Wie sehr ihm das Ruhrgebiet am Herzen liegt, bewies Professor Dr. Dr. Hanns Hatt, Träger der Moritz Fiege Bierkutschermütze 2015, jetzt bei einem Besuch des St. Hildegard-Hospizes an der Königsallee. Dort spendete der gebürtige Bayer, der seit Jahrzehnten an der Ruhr-Universität lehrt und forscht, das Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro an zwei Bochumer Hilfsorganisationen. 3.000 Euro der Preissumme übergab Deutschlands bekanntester Duftforscher gemeinsam mit Brauerei-Inhaber Jürgen Fiege an das Hospiz St. Hildegard, 2.000 Euro an den Verein „Tiere in Not“.

 

 

oben v. l. n. r.: Prof. Dr. Herbert Neumann
(1. Vorsitzender Hospizverein St. Hildegard),
Gerhard Kipper (Geschäftsführer „Tiere in Not e.V."),
Jürgen Fiege (Inhaber Privatbrauerei Moritz Fiege)

sitzend v. l. n. r:
Adelheid Schenk (Mitarbeiterin Hospiz St. Hildegard),
Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt (Träger Bierkutschermütze 2015),
Katrin Gondermann (Geschäftsführerin Hospiz St. Hildegard)
 

 

Bild: Arne Pöhnert/ Privatbrauerei Moritz Fiege

Bei Kaffee und Kuchen im Hospizgarten plauderte der Bierkutschermützenträger über seine Verbundenheit: „Vor mehr als 20 Jahren kam ich nach Bochum, um vielleicht ein oder zwei Jahre zu bleiben, weil das Ruhrgebiet, wenn man in Bayern gelebt hat, nicht die Gegend ist, wo es einen unbedingt hin zieht. Schnell habe ich aber dann erkannt, dass ich hier etwas Großartiges auf die Beine stellen kann, weil die Bedingungen an der Ruhr-Uni und die Menschen außergewöhnlich sind. Plötzlich sah ich diese Gegend mit ganz anderen Augen. Sie wurde mir zur Heimat. Ich habe der Stadt viel gegeben aber auch viel zu verdanken. Daher war für mich klar, dass das Geld hier bleibt.“

Hilfe für die Hospiz-Arbeit
3.000 Eure des Preisgeldes übergab Prof. Dr. Dr. Hatt an das St. Hildegard Hospiz an der Königsallee. „Im Bereich der Palliativ-Medizin ist noch sehr viel zu tun. Daher sitzt diese Finanzspritze genau an der genau richtigen Stelle“, ist sich Professor Dr. Dr. Hanns Hatt sicher. Katrin Gondermann, Geschäftsführerin des Hospizes, freute sich sehr über die Spende, die wichtige Lücken in der Finanzierung schließen hilft. Die ökumenische Einrichtung nimmt Sterbende jeden Alters auf und kümmert sich intensiv um die Angehörigen. Träger ist die Caritas. Mit elf Plätzen ist das Hospiz an der Königsallee eine der größten Einrichtungen dieser Art in der Umgebung. Das Team besteht aus palliativ-pflegerisch geschulten Fachkräften, Mitarbeitern aus der Verwaltung und der Hauswirtschaftstechnik. Ebenfalls sind viele Ehrenamtliche in die Hospiz-Arbeit eingebunden.
Die Arbeit im Hospiz steht unter der Prämisse, den Gästen einen selbstbestimmten und würdevollen letzten Lebensabschnitt zu ermöglichen.
Ein eigenes Trauercafé rundet die Arbeit ab. Die Einrichtung wird nicht nur von den Hinterbliebenen der Hospiz-Bewohner besucht,
Trauernde aus ganz Bochum und sogar aus Hattingen suchen hier Trost in schwerer Zeit.

Hilfe für Katzen in Not
Weil nicht nur Zweibeiner, sondern auch Vierbeiner Hilfe benötigen, teilte Prof. Dr. Dr. Hatt seine Spende. Der bekennende Katzenfreund bedachte den Verein „Tiere in Not“ in Bochum mit einer Spende in Höhe von 2.000 Euro. Gerhard Kipper, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins, wird die Summe vor allem in der Senioren-Tierhilfe einsetzen. Gerhard Kipper: „Viele ältere Menschen mit niedrigem Renteneinkommen können sich keine Tierarzt-Besuche mit ihren Haustieren mehr leisten. Das gilt vor allem für alleinstehende Rentnerinnen, denen oft nur noch ihr Haustier Gesellschaft leistet.
Wir übernehmen in solchen Fällen die Kosten und sorgen dafür, dass das Tier gesundet und bei seinem Besitzer bleiben kann“, berichtet Gerhard Kipper. Der 2002 gegründete Verein „Tiere in Not“ hat sich außerdem auf die Betreuung von verwilderten, frei lebenden und ausgesetzten Katzen in „Katzenkolonien“ spezialisiert. Zur Zeit beherbergt er 58 Katzen, davon allein 20 Katzen-Babys. Seit 2002 wurden fast 14.000 Katzen kastriert und gekennzeichnet.

Mehr Informationen www.moritzfiege.de  

Der Vorstand von Tiere in Not e.V. Bochum sagt, im Namen der Tiere, DANKE.

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WAZ Bochum 24.04.2015
„Senioren-Tiernothilfe“ half schon in 65 Fällen in Bochum
Von Bernd Kiesewetter ein Bericht der WAZ Bochum

Bochum. Die „Senioren-Tiernothilfe“ konnte älteren Menschen bereits 65 Mal finanziell helfen, damit ihre vierbeinigen Lieblinge gut versorgt werden.


Foto: Dietmar Wäsche / WAZ FotoPoolFoto: Dietmar Wäsche

Bereits in rund 65 Fällen hat der Bochumer Verein „Tiere in Not“ älteren Hausstierhaltern, die unter Altersarmut leiden, finanziell unter die Arme gegriffen.
Im vergangenen August hatte der Tierschutzverein die Initiative „Senioren-Tiernothilfe“ ins Leben gerufen und dafür um Spenden gebeten.
Jetzt sagt der Geschäftsführer des Vereins und Gründer der Hilfsmaßnahme,
Gerhard Kipper: „Die Aktion ist ein voller Erfolg geworden und das Konzept ist aufgegangen.“

Kipper beobachtet schon seit mehreren Jahren eine Zunahme von Fällen, in denen Tierbesitzer vorübergehend die Kosten, vor allem Dingen
bei tiermedizinischen Behandlungen, nicht mehr aufbringen konnten. Die Anzahl solcher Fälle habe sich allein von 2012 auf 2013 verdoppelt –
bis ins Dreistellige, hatte Kipper im vorigen Jahr der WAZ erklärt. Renten würden oft nur noch für das Nötigste reichen. Kämen dann noch Tierarztkosten dazu,
„geht nichts mehr“. Eine Verschiebung der Behandlung würde aber „Elend und Leid für das Tier und den Tierhalter“ bedeuten, „denn der leidet mit“.
Oft sei das geliebte Haustier zusammen mit seinem Halter alt geworden und müsse dann sogar abgegeben werden.
„Ich finde, das ist eine ganz stolze Sache“

Genau solche Zwangslagen und Härtefälle will „Tiere in Not“ mit der Aktion vermeiden oder zumindest abmildern, denn Haustiere sind für ältere Menschen
oft der einzige tägliche soziale Kontakt. „Die Tiere spenden Trost, sie muntern auf und vertreiben die Einsamkeit“, sagt Kipper. „Wenn das Tier in seinem
geliebten Zuhause und bei seinem geliebten Menschen bleiben kann, ist allen geholfen.“

In den vergangenen Monaten bekam der Verein von Privatpersonen als auch von einigen Unternehmen Geld zur Verfügung gestellt,
mit dem für finanzschwache Tierhalter eine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung, eine Impfung, eine Entwurmung oder eine Ausstattung
mit einem Chip zur Identifizierung des Tieres bezahlt werden konnte.
Die jeweiligen Beträge lagen Kipper zufolge zwischen 50 und 250 Euro und insgesamt bei knapp 10 000 Euro.
Nutznießer sind überwiegend alleinstehende Frauen.

Nutznießer der kleinen Geldhilfen sind überwiegend alleinstehende Frauen. Aber auch Männer und bedürftige Ehepaare sind darunter.
In fast allen Fällen geht es um ihre Katzen.

Ich finde, das ist eine ganz stolze Sache“, sagt Kipper über die Aktion, bei der er mit Wohlfahrtsverbänden und Behörden kooperiert.
Dennoch braucht sein Verein weiterhin Spenden, um die Aktion fortzusetzen. Gerne hätte er schon noch mehr Tierhaltern geholfen, „doch das Geld fehlte dafür“.

Die Unterstützung der „Senioren-Tiernothilfe“ erfolgt ausschließlich in Form von Sachleistungen wie tierärztliche
Behandlungen (zum Beispiel Impfungen, Zahnsteinbehandlungen usw.) oder auch Futter.

Spenden
Das Spendenkonto des Vereins ist bei der Sparkasse Bochum Bankleitzahl: 430 500 01 /
Nummer: 43 408 699 oder IBAN: DE14 430 500 010 043 408 699 eingerichtet.

Telefon des Vereins: 0234/ 95 08 22 92.


http://www.derwesten.de/staedte/bochum/senioren-tiernothilfe-half-schon-in-65-faellen-in-bochum-id10598969.html


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WDR Essen
Katzenplage im Ruhrgebiet:

"Sie vermehren sich unkontrolliert"
Von Laura Schneider - Mombaur  ein Beitrag vom WDR Essen

Es gibt immer mehr streunende Katzen.
Vor vielen Jahren wurden die Hauskatzen ausgesetzt und haben dann Katzenkolonien gebildet.
Das Problem: Die oft verwahrlosten und kranken Tiere vermehren sich unkontrolliert.
Tierschutzvereine gehen dagegen vor.


Nur Kastration kann die Vermehrung der streunenden Katzen stoppen.

Industriebrachen als Kinderstube

Tierschützer Gerhard Kipper weiß genau, wo er die wilden Katzen aufspüren muss.

"Hier, dieses dichte Astwerk ist das perfekte Versteck für die wilden Katzen", sagt Gerhard Kipper, Geschäftsführer von "Tiere in Not" in Bochum
und zeigt auf einen Berg abgeschlagener Bäume. Nur ein paar Kilometer von der Innenstadt entfernt, blickt er über eine große Industriebrache.
Jahrelang standen hier leer stehende Industriehallen, in denen sich wildlebende Katzen ungestört vermehren konnten. Sie nutzten versteckte Winkel und Keller,
um ihre Nester zu bauen und Junge auszutragen. Vor ein paar Monaten dann rückten die Bagger an. Die Katzen flüchteten in nahe gelegene
Hecken und Grünstreifen und suchten in angrenzenden Kleingartenanlagen nach Futter.

Katzenkrankheiten gefährlich für Freigänger


Überall in der Stadt finden sich für die wildlebenden Katzen ungestörte Plätze.

"Das Problem ist die uferlose Vermehrung der Katzen", so Kipper. Die verwilderten Tiere schon nach sechs Monaten geschlechtsreif.
Normalerweise bekämen die Stadtbewohner von der Situation der Katzen wenig mit.
Anders als in Spanien, wo die verwahrlosten Tiere bis an die Hotels kämen und um Futter bettelten, litten die Tiere hier im Verborgenen,
so der Tierschützer.
"Unsere Katzen leben ein elendes Leben. Sie sind unterernährt, so dass sie so eben am Leben bleiben, aber sie bekommen
trotz der schlechten körperlichen Verfassung Babys."
Die Kinder einer unterernährten Katze würden von der schwachen Mutter keine Abwehrstoffe
weitergegeben bekommen und sich krank weiter fortpflanzen. Katzenkrankheiten werden so mit jedem Wurf weitergegeben.
Das Probleme verschärfe sich noch, weil sich Freigänger mit den Tieren paarten. Dadurch breiten sich auch Katzenseuchen und Krankheiten einfacher aus,
können Freigänger anstecken – und letztlich sogar dem Menschen gefährlich werden.

Tierschutzvereine kastrieren bis zu 1000 Katzen im Jahr

Einige der zahmeren Exemplare werden aufgepäppelt und dann vermittelt.

Die Tierschutzvereine in vielen Städten und Gemeinden versuchen gemeinsam das Problem in den Griff zu bekommen. Doch das kostet.
Allein in Bochum hat der Tierschutzverein "Tiere in Not" nach eigenen Angaben in den vergangenen zwölf Jahren insgesamt 12.000 Katzen kastriert.
Dort, wo der Verein Katzen kastrierte, konnte er die Vermehrung stoppen. Werde die Population klein gehalten, so erklärt Geschäftsführer Gerhard Kipper,
bekämen die Katzen ein stärkeres Immunsystem und könnten Krankheiten trotzen.

Bald Kastrationspflicht für Katzen?


Die Stadt Bochum prüft, ob sie eine Kastrationspflicht einführen soll.

Tierschützer fordern eine generelle Kastrationspflicht für Katzen – denn auch Freigänger paaren sich immer wieder mit den kranken Tieren.
Doch bisher waren die Städte nicht zuständig. Anfang Februar nun wurden die Zuständigkeiten beim Tierschutz geändert. Seitdem ist nicht mehr das Land,
sondern jede Kreisordnungsbehörde selbst zuständig. Künftig könnte Bochum theoretisch eine Kastrationspflicht für alle Katzen erlassen,
erklärt Dr. Annette Ferdinand vom Veterinäramt der Stadt Bochum: "Konkret heißt das natürlich, dass wir mit den hiesigen Tierschutzvereinen
noch mal reden müssen, die aktuellen Situationen uns schildern lassen, vielleicht auch konkrete Zahlen zusammen bekommen und
dann eben beschließen im Ordnungsamt, ob wir eine neue Verordnung erlassen, die dann die Katzenbesitzer in die Pflicht nimmt."

Andere Städte machen es vor
In Österreich und Belgien aber auch zum Beispiel in Paderborn, Gütersloh und Hildesheim hat man bereits auf das Problem der wilden Katzen reagiert.
Hier gibt es seit mehreren Jahren eine Kastrationspflicht für Freigänger – mit Erfolg: Die Zahlen der wildlebenden Katzen sinkt.

Wir danken dem WDR für die Genehmigung, dass wir diesen Beitrag veröffentlichen zu dürfen.

Hier finden sie den Beitrag

http://www1.wdr.de/studio/essen/themadestages/katzenplage100.html

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Bochum, im Jahr 2014

Bürgermeisterin Gabi Schäfer übernimmt Schirmherrschaft

Gabi Schäfer Bürgermeisterin unserer Heimat Stadt Bochum
hat die
Schirmherrschaft über die Aktion „Senioren-Tiernothilfe“ übernommen.

„Ich mag Tiere und habe selber einen Hund, ich übernehme gerne Schirmherrschaft. Ich kenne selber Fälle, wo sich Senioren ihr Haustier nicht mehr leisten können. Ich finde dieses Projekt sehr gut und es ist nötig, darum unterstütze ich die Aktion gerne. Ich hoffe, das viele Spenden eingehen, damit wir den Senioren auch helfen können."
Sagte Frau Schäfer bei der öffentlichen Vorstellung der Aktion „Senioren-Tiernothilfe“.

Das Spendenkonto bei der Sparkasse Bochum hat die
IBAN: DE14 430 500 010 043 408 699

Die Fälle, bei denen Tierbesitzer nachweislich die Kosten - vor allen Dingen bei tiermedizinischen Behandlungen
nicht aufbringen können, haben zugenommen.
Besonders dramatisch ist diese Entwicklung bei älteren Tierbesitzern, vor allem bei Rentnerinnen.
Die Renten der Rentnerinnen reichen meistens nur für das Nötigste, kommen hier unvorhergesehene Kosten dazu, geht nichts mehr.
Viele dieser älteren Tierbesitzer haben aber oft  nur noch ihr Tier.
Verwandte sind nicht vorhanden oder haben keine Zeit; Freund und Bekannte sind wegen ihres Alters auch nicht mehr zu Besuchen
in der Lage oder sind schon verstorben.
Hier ist nur noch das geliebte Tier, was Tag und Nacht die Sorgen aber auch die Freude mit ihnen teil.
Die Tiere spenden Trost, hören zu, sie nehmen und geben Zuneigung und Liebe, sie muntern auf, vertreiben die Einsamkeit
und geben älteren Menschen noch eine sinnvolle Aufgabe.

Wenn eine medizinische Behandlung ansteht und das Geld nicht reicht, wird diese verschoben, bis es nicht mehr geht.
Dieser Zustand bedeutet Elend und Leid für das Tier - aber auch Tierhalter, denn der leidet mit.

Oft bleibt als Ausweg nur die Abgabe des Tieres...

Das Bedeutet aber

1.  Die oft ebenfalls älteren Tiere leiden und trauern besonders unter der Trennung. Wir  wissen aus eigenen Erfahrungen,
dass das Tier sich soweit aufgeben kann, dass es stirbt.

2.  Der Tierhalter, der mit seinem geliebten Tier alt geworden ist, leidet ebenfalls sehr und ist nun der Einsamkeit überlassen.

3.  Tierschutzvereine können die vielen Tiere aus Platzmangel kaum aufnehmen und es entstehen teilweise hohe Kosten.
Für eine besondere Rundum - Betreuung dieser Tiere fehlt das Personal.
Die Vermittlung dieser älteren Tiere gestaltet sich oft schwierig, sie können nicht überall hin,
die Anpassung an ein neues zuhause ist langwierig und schwer.

Muss das sein? - Nein ! Hier ist dringende Hilfe nötig und möglich.
Wenn das Tier in seinem geliebten zuhause und bei seinem geliebten Menschen bleiben kann, ist allen geholfen.
Das muss und soll das Ziel der Aktion sein!
Wir wollen die Tierhalter nicht aus ihrer Verantwortung für das Tier entlassen, so behält er seine (manchmal einzige) Aufgabe
und hat das Gefühl
„Ich werde noch gebraucht“.

Die Aktion „Senioren-Tiernothilfe“ richtet sich an Senioren.
Die Unterstützung erfolgt ausschließlich in Form von Sachleistungen, wie tierärztliche Behandlungen
(z. B. Impfungen, Zahnsteinbehandlungen usw.) oder auch Futter.

Jede Unterstützung und auch weitergehende Leistungen werden in jedem Einzelfall geprüft und entschieden.

Wir brauchen dringend für diese Aktion finanzielle Unterstützung und suchen Sponsoren.
Jeder kann durch eine Spende zum Gelingen der Aktion beitragen.

Das Spendenkonto bei der Sparkasse Bochum IBAN: DE14 430 500 010 043 408 699

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Bochum 2015

Das Katzenelend weitet sich aus
Die unkontrollierte Vermehrung wildlebenden Hauskatzen explodiert.

Trotz der vielen Kastrationsaktionen der Tierschutzvereine, bei dem jedes Jahr tausende von wild lebenden Hauskatzen
aufwendig eingefangen und dann bei einem Tierarzt kastriert werden, geht das Elend weiter.

Die Hoffnungen, dass 2015 eine Besserung eintritt, haben sich nicht erfüllt.
Die jahrelangen Appelle und Aufklärungsaktionen an die Katzenhalter „Lassen Sie Ihre Katzen kastrieren“,
bringen keinen Erfolg.
Jedes Jahr sterben weiter unzählige Katzenbabys und Katzen einen qualvollen Tod
oder fristen ein elendes Dasein und das nur, weil sie sich unkontrolliert vermehren.

Katzen haben einen Vermehrungszwang, sie können ihr Geschlechtsleben nicht selber steuern.

Es wird immer mit dem Finger auf die südlichen und östlichen Ländern Europas gezeigt
und es wird mit Recht das Dasein der Tiere dort angeprangert.
Aber warum schauen wir nicht mal vor unsere eigene Haustür?
Den vielen wild lebenden Hauskatzen hier bei uns - geht es nicht anders. Aber viele Bürger, Ämter und
vor allen viele Politiker schauen weg und wollen es nicht wahr haben.

Die Problematik der wildlebenden Hauskatzen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und muss damit auch von der
Gesellschaft gelöst werden.
Das heißt - der Staat muss hier seiner Aufgabe nachkommen (zu der er nach EU-Recht auch verpflichtet ist).
Das macht er aber nicht - er wälzt das Problem auf den Tierschutz ab - und läst die Vereine dann im Stich.
Diese sind allein aber damit überfordern - obwohl sie ehrenamtlich bis zur Erschöpfung für das Wohl dieser Katzen kämpfen.

Die Finanzlage der Tierschutzvereine ist sehr schlecht, sie können - auch wenn sie wollen -
das Problem der wildlebenden Hauskatzen nicht lösen. Denn es fehlt ihnen einfach das Geld dazu.

Eine Kastrations- und Kennzeichnungsverpflichtung muss in das Tierschutzgesetz, nach dem Vorbild von
Österreich und Belgien, aufgenommen werden.

Wenn jetzt nicht gehandelt wird, werden die Katzen bald das sein, was heute die Tauben für uns sind - nämlich eine Plage.

Die Katzen sind nicht von alleine und schon gar nicht freiwillig in die Wildnis gegangen -
nein Menschen haben sie dahin gebracht und dann im Stich gelassen.

Das Ziel muss die Kastration aller wild lebenden Hauskatzen und die Kastration, Kennzeichnung und Registrierung
aller Freigänger Katzen sein.


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 TASSO klärt auf: So können Katzenhalter ihre Tiere schützen
 
Neue Aktion „Ich war eine Wohnungskatze!“

Entläuft ein Tier, so ist das immer dramatisch. Aus diesem Grund hat die Tierschutzorganisation TASSO e.V. die Aktion „Ich war eine Wohnungskatze!“ ins Leben gerufen. Sie soll jedem Katzenbesitzer – aber vor allem den Besitzern von reinen Wohnungskatzen – verdeutlichen, wie wichtig eine vorsorgliche Kennzeichnung und Registrierung ist. „Meine Katze läuft nicht weg; sie ist eine reine Wohnungskatze! Das hören wir von vielen Katzenhaltern“, berichtet Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Die meisten Besitzer von Wohnungskatzen sind fest davon überzeugt, dass ihr Tier nie entwischt.“ Wie gefährlich diese Einschätzung sein könne, zeige die über 30-jährige Erfahrung in der Notrufzentrale von TASSO: Katzen liefen 10 Mal häufiger weg als Hunde. Auch Wohnungskatzen. Dennoch seien nur 20 Prozent der Katzen in Deutschland registriert. Das bedeute, dass 4 von 5 Katzen im Verlustfall ihr Zuhause nicht mehr wieder sehen.

Für eine Wohnungskatze hat das Entlaufen meist tief greifende, traumatische Folgen. Der Stubentiger ist den neuen Situationen in der ungewohnten Freiheit in der Regel gar nicht gewachsen, unterschätzt unbekannte Gefahren und hat für das Überleben außerhalb seiner gewohnten Umgebung keine Strategien entwickelt. „Die Überlebenschancen sinken mit jedem Tag“, weiß McCreight. „Oft sind reine Wohnungskatzen scheu, lassen sich von Fremden nicht anlocken oder anfassen und verstecken sich. Haben sie Glück und werden doch gefunden, so ist eine Zuordnung zum Besitzer ohne Registrierung so gut wie unmöglich und die Unterbringung im Tierheim unvermeidbar.“ Das zeigten die vielen Telefonate, die täglich in der TASSO-Notrufzentrale eingehen. Zu den Gefahren für den Ausreißer kämen schlaflose Nächte sowie Sorgen und Ängste bei den Besitzern. „Was das Weglaufen betrifft, so wiegen sich viele Besitzer von Wohnungskatzen scheinbar in großer Sicherheit“, bestätigt McCreight.

TASSO-Tipp:
Katzenhalter sollten ihre Wohnungskatze ebenso wie Freigängerkatzen unbedingt kennzeichnen und bei TASSO kostenlos registrieren lassen.

Wir von Tiere in Not e.V. Bochum unterstützen Tasso, wir kennen das Problem aus eigenen Erfahrungen.
Bald täglich erhalten wir Anrufe von Katzenhalter die ihre Katzen vermissen, traurig ist, dass ca. 90 % ihr Tier nicht gekennzeichnet und registriert haben. "Ach ich habe gedacht, es ist doch eine Wohnungskatze da braucht man das nicht".
Bei uns werden natürlich alle Wohnungskatzen, wie auch die Freigänger, grundsätzlich gechipt und bei Tasso registriert.

Bei der Aufklärung helfen:
Aktionsplakate und Informationskarten zum Auslegen und Weitergeben können Interessierte kostenlos unter www.tasso.net/wohnungskatzen bestellen.

TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20 ● 65795 Hattersheim ● Germany
Telefon: +49 (0) 6190.937300 ● Telefax: +49 (0) 6190.937400


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Ökostrom für Tiere
Der Tierschutzverein „Tiere in Not e.V." Bochum setzt ein Zeichen für die Umwelt.
Darum haben wir die Stromversorgung des Vereins auf
zertifizierten Ökostrom aus 100 % Wasserkraft umgestellt.
Außerdem werden die Vereinsmitglieder und alle Tierfreunde aufgerufen:
"Stellen Sie Ihren Strom auf Ökostrom um, denn Tierfreunde sind Umweltfreunde"!
Beteiligen Sie sich an dieser Aktion - der Umwelt und den Tieren zuliebe.
Die Stadtwerke Bochum bietet
zertifizierten Ökostrom aus 100% Wasserkraft an.
Wenn Sie nicht im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Bochum wohnen, wenden Sie sich an Ihr Energieversorgungsunternehmen.

Mehr Infos unter: www.stadtwerke-bochum.de

Tierfreunde sind Umweltfreunde und nehmen zertifizierten Ökostrom aus 100% Wasserkraft
z.B. bei der Stadtwerke Bochum GmbH
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